Vorführung der Diensthundstaffel Köln auf dem Sommerfest des Tierschutzzentrum Leverkusen  

Samstag, den 08.09.2012

 

 

Am Samstag, den 08.09.12, fand bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von 30 Grad und mehr das diesjährige Sommerfest des Tierschutzzentrums Leverkusen statt. Der Bitte des ersten Vorsitzenden des Tierschutzzentrums, Gerd Kortschlag, auf diesem Fest die Arbeit der Diensthundstaffel vorzustellen, kam die Diensthundstaffel der Polizei Köln,welche auch für den Stadtbereich Leverkusen zuständig ist, gerne nach.

POK Wenk mit seinem 6 ½ jährigen Rauschgiftspürhund Spoon, sowie seinem 10 Monate alten Nachwuchshund Sherlock und PK Roscheck mit seinem Rauschgiftspürhund Milow vertraten die Diensthundstaffel auf dem Sommerfest. Für eine ausführliche und fachmännische Moderation der Vorführung von der Veranstaltungsbühne aus, war ebenfalls gesorgt.

 

Zum Zeitpunkt der Vorführung um 14:30 Uhr, hatten mittlerweile ca. 200 interessierte und tierbegeisterte Zuschauer den Weg auf das Gelände des Tierschutzzentrums Leverkusen gefunden. Die Vorführung fand auf dem abgetrennten Brachgelände und Bereich der dortigen Hundeschule statt. Die Zuschauer, unter ihnen viele interessierte Kinder, drängten sich nun an den Absperrzaun um das Geschehen so nah wie möglich verfolgen zu können.

 

Die Vorführung wurde in die Bereiche Gehorsamsarbeit, Nasenarbeit und Schutzdienstarbeit aufgeteilt. So konnten den Zuschauern die Grundvoraussetzungen und die Hauptarbeitsbereiche der Diensthundearbeit nahegebracht werden.

 

In der Gehorsamsarbeit wurde durch PK Roscheck mit dem Diensthund Milow gezeigt, wie der Diensthund mit einer extremen Aufmerksamkeit und Schnelligkeit die einzelnen Hörzeichen/ „Befehle“ auszuführen hat. Von der normalen Gangart über den Laufschritt hinweg, folgte Milow immer eng bei Fuß gehend. Die Kommandos „Sitz“, „Platz“, „Hier“ und „Zurück“ wurden nah über Hörzeichen und auch auf weiter Entfernung über Sichtzeichen durchgeführt. Anschließend folgten noch ein paar einstudierte „Kunststücke“ wie das Drehen des Hundes auf der Stelle oder das Umfallen auf Kommando, welche durch die Zuschauer begeistert aufgenommen wurden. Die Grundlagen der Gehorsamsarbeit waren somit gezeigt.

 

Anschließend ging es über zur Vorführung der Nasenarbeit, wo zunächst das Stöbern nach Gegenständen auf dem Programm stand. Hierzu fand sich ein freiwilliger „Nachwuchspolizist“ von fünf Jahren aus dem Publikum, welcher seinen Haustürschlüssel anschließend auf dem Brachgelände der Hundeschule „verlor“. Da er diesen selbst natürlich nicht wiederfinden konnte, wurde der Diensthund Milow zur Absuche des Geländes nach dem Schlüssel eingesetzt. Schon nach kurzer Zeit, zeigte Milow den Fund des Schlüssels an, so dass dieser dem begeisterten Nachwuchs unversehrt übergeben werden konnte. 

 

Um nun die Spezialhundeigenschaften der Diensthunde in der Nasenarbeit vorzuführen, wurden am Außenbereich des Fahrzeugs des Tierschutzzentrums zwei Rauschgifte versteckt. Durch Milow wurden diese Verstecke in Windeseile gefunden und punktgenau angezeigt. Das punktgenaue Anzeigen erfreute sich hierbei besonderer Begeisterung der Zuschauer.

 

Anschließend wurde durch „einen Drogendealer“ ein Erdloch ausgehoben, in welchem eine größere Menge Rauschgift versteckt wurde. Sogenannte „Bunker“ sind in Realeinsatzlagen durch die Diensthunde immer wieder aufzuspüren. Durch den Diensthund Spoon, konnte dieser „Bunker“ nach nur kurzer Suche aufgefunden werden. Die Zuschauer zeigten sich erneut begeistert über die Schnelligkeit der Diensthunde beim Auffinden der Verstecke und die insgesamt hervorragende Nasenarbeit.

 

Nun konnte mit dem wohl von allen am sehnlichsten erwarteten und spektakulärsten Teil der Vorführung begonnen werden, der Schutzdienstarbeit.

 

Der Nachwuchshund Sherlock machte hier den Anfang und zeigte, wie er einen ruhig stehenden „Täter“ anhaltend verbellt, ohne ihn auch nur zu berühren. Seine kämpferische Klasse konnte er in der nächsten Übung zeigen, als der „Täter“ nicht mehr ruhig stehenblieb, sondern Sherlock angriff. Diesen Angriff wehrte er umgehend durch einen beherzten Biss in den Schutzarm ab und erntete hierfür starken Applaus der Zuschauer. Auch als der Täter den Schutzarm abstreifte und flüchten wollte, ließ Sherlock sofort vom Schutzarm ab, setzte dem Täter nach und vereitelte die Flucht durch einen erneuten Biss in den zweiten Schutzarm des Täters. Die Zuschauer zeigten sich hierauf begeistert von der Durchschlagskraft eines noch so jungen Hundes.

 

Durch aufmerksame Zuschauer wurde POK Wenk mit seinem Spoon anschließend auf einen „Autoaufbrecher“ aufmerksam gemacht. Er konnte noch beobachten, wie dieser einen Werkzeugkoffer aus dem Fahrzeug herausholte und versteckte. Den anschließenden Aufforderungen des Beamten kam der Autoaufbrecher nicht nach, sondern bewaffnete sich mit einem Schlagwerkzeug. Als er dann auch noch Spoon angriff, setzte dieser beherzt zu einem Biss in den Vollschutzanzug an und zog den Autoaufbrecher mit aller Kraft wieder aus dem Fahrzeug heraus.  

Nachdem Spoon auf das Trennkommando durch POK Wenk sofort vom Autoaufbrecher trennte, sollte dieser durchsucht werden. Diese Durchsuchung versuchte er allerdings durch einen Angriff gegen POK Wenk abzuwehren. Jedoch hatte er hier wohl nicht mit der Aufmerksamkeit durch Spoon gerechnet, welcher seinem Herrchen direkt half und den Angriff durch starkes Zupacken am Vollschutzanzug abwehrte. Nun gab auch der Autoaufbrecher auf und konnte durch das Team Wenk/ Spoon abgeführt werden. Die Zuschauer waren erneut beeindruckt und spendeten Spoon für die geleistete Arbeit starken Applaus. Die Kinder kamen aus dem Staunen garnicht heraus und warteten gespannt auf die letzte Vorführung.

 

In der letzten Vorführung beobachtete PK Roscheck zusammen mit Milow, welcher einen Beiß-/ Stoßkorb trug, einen Gartenlaubeneinbrecher. Dieser wurde angesprochen und aufgefordert stehenzubleiben. Da der Einbrecher allerdings flüchtete, setzte PK Roscheck seinen Milow, wie vorher angedroht, zur Fluchtverhinderung ein. Milow setzte dem Einbrecher rasant nach, woraufhin dieser zunächst die Beute fallen ließ und kurze Zeit später durch einen harten Stoß in den Rücken durch Milow zu Fall gebracht wurde. Auf dem Boden liegend kämpfte der Einbrecher weiter um seine Fluchtmöglichkeit, hatte aber keinerlei Chance, Milow zu entkommen. So gab er anschließend jeden Widerstand auf und ließ sich zum Streifenwagen abführen.

 

Somit war das Ende der Vorführung erreicht und die Zuschauer spendeten zahlreichen Applaus für die geleistete Arbeit der anwesenden Teams. Im Anschluss an die Vorführung hatten die Zuschauer, allen voran die anwesenden Kinder, selbstverständlich viele begeisterte Fragen an die Diensthundführer, welche durch diese geduldig, sehr ausgiebig und fachmännisch beantwortet wurden.

 

PK’in Anika Michaelsen

Tierschutzzentrum Leverkusen